Fasnacht

Die Hobler Fasnacht und ihr Treiben

Chesslettä

Chesslettä

Die «Chessletä» ist ein Fasnachtsbrauch, bei dem mit möglichst viel Lärm der Winter vertrieben und die Fasnachtszeit eingeläutet wird. In vielen Gemeinden des Kantons Solothurn gehört sie zu den charakteristischen Bräuchen der Fasnacht. In Hochwald war sie ursprünglich nicht heimisch. Anfang der 1960er-Jahre führte die damalige Lehrerin Marlene Flückiger den Brauch zur Freude der Kinder ein. Seither ist die «Chessletä» zu einem festen Bestandteil der Hobler Fasnacht geworden. Wenn es also am frühen Morgen des Schmutzigen Donnerstags laut wird, beginnt im Dorf die Fasnacht: Kinder und Erwachsene treffen sich bei der Schule und ziehen dann mit Glocken, Rätschen, Hörnern, Pfannendeckeln, Kesseln und anderem Lärmigem durchs Dorf. Mit ihrem ohrenbetäubenden Treiben wecken sie die Bevölkerung und kündigen die 5. Jahreszeit an.

Fasnacht in Hochwald

Kinderfasnacht

Bunt, fröhlich und voller Fasnachtsstimmung: An der Kinderfasnacht Hochwald ziehen Kinder und Familien aus Hochwald und Gempen gemeinsam und kostümiert entlang der Hauptstrasse durch das Dorf. Die Zuschauerinnen und Zuschauer entlang der Route werden mit Süssigkeiten und Früchten beschenkt, während es Konfetti in allen Farben regnet.

Die Kinderfasnacht wird von einem mehrköpfigen, gemeindeübergreifenden OK organisiert. Seit 2025 führt die neu gegründete Guggemusik «Buttechlopfer» den farbenfrohen Umzug durch das Dorf. Damit gibt es in Hochwald erstmals seit dem Ende der «Butteschränzer» im Jahr 2003 wieder eine eigene Guggenmusik.

Nach dem Umzug wird gemeinsam eingekehrt und drinnen wie draussen weitergefeiert.

Fasnacht in Hochwald

Fasnachtsfeuer

Das traditionelle Fasnachtsfeuer in Hochwald findet jeweils am Samstag vor der Basler Fasnacht auf der «Tannenflue» oberhalb der Felsen statt. Das Feuer wird um 20 Uhr angezündet. Bereits ab 19 Uhr lädt die Wald-Beiz zum gemütlichen Beisammensein und traditionellen Scheibenschiessen ein.

Das Entzünden des Fasnachtsfeuers ist ein alter alemannischer Brauch. Früher bauten die Stäcklibuebe (Stellungspflichtige) gemeinsam mit den gleichaltrigen Mädchen einen grossen Holzstoss auf, heute ist es der TV Hochwald, der sich um Fest und Feuer kümmert.

Beim «Schiibeschiesse» wird die 1 cm dicke, runde Scheibe mit einem Loch in der Mitte auf einen Stab gesteckt und im Feuer zum Glühen gebracht. Anschliessend wird sie über ein Brett in die Tiefe geschleudert. In der Dunkelheit werden dabei der Flug und die Flugweite der glühenden Scheiben sichtbar.

Das Schleudern der Scheiben wird traditionell von einem Spruch begleitet: «Schibä, Schibä, überä Rhy ab, dr Ankehafe het s Bei ab. D Chüechlipfanne het dr Bode us, jetzt isch die alti Fasnacht us.» Oder: «Schibä, Schibä, überä Rhy, wäm söll die Schibä si? Sie söll em … zum Feischter i.»

Schnitzelbänke

Ende der Sechzigerjahre begann Erwin Nebel-Kaiser damit, in den Restaurants Schnitzelbänke zu singen. Dieser Brauch wird bis heute von Gruppen und Einzelmasken im Restaurant Rössli gepflegt.

Mit dem Aufkommen der Schnitzelbänke endete gleichzeitig das Rufen von Sprüchen beim Scheibenwerfen am Fasnachtsfeuer.

Die aktuellen Informationen zu Umzug, Programm und Verkehrseinschränkungen werden jeweils rechtzeitig von den Gemeinden bekannt gegeben. Die aktuellen Termine werden im Veranstaltungskalender veröffentlicht.

Abbildungen
1 | Chesslettä
2 | Kinderfasnacht 2026
3 | Kinderfasnachtsumzug 2025